Die Qual der Köderwahl!

Die Qual der Köderwahl!

Es scheint, als ob es auf der Welt kein größeres Sortiment gibt als das an Spinnködern. Deswegen habe ich euch eine praktische Übersicht zu diesem komplexen Thema zusammengestellt.

Um das Thema der Köderwahl ein bisschen zu vereinfachen, gilt es zunächst die verschiedenen Aspekte nach Relevanz zu sortieren: Die Lauftiefe ist meines Erachtens nach das Wichtigste, während die Farbe des Köders eine weniger große Rolle spielt. Bei der Köderwahl gelten allgemein Tiefe, Größe, Typ, Farbe und Form als ausschlaggebende Faktoren, in genau dieser Reihenfolge.

Diese 5 Dinge sollte jeder Angler bei der Köderauswahl beachten:

1)Die Lauftiefe. Wie ich in meinem Artikel über Köderführung schon erwähnt habe, spielt die Lauftiefe des Köders eine sehr entscheidende Rolle.

Warum? Der Radius, in dem Fische beißen, ist recht beschränkt. Normalerweise braucht man einen Köder, der sich in der Nähe des Grundes aufhält oder ihn sogar gelegentlich berührt. Denn wenn er gar keinen Grundkontakt hat und auch kein Fisch anbeißt, liegt es höchstwahrscheinlich daran, dass die richtige Fangtiefe nicht erreicht wird. Je nach Gewässer kann es aber auch sein, dass man einen Köder benötigt, der im Mittelwasser oder an der Oberfläche schwimmt (z. B. in sehr flachen Gewässern).

2) Die Größe. Beim Angeln kommt es sehr wohl auf die Größe an! Hier muss man zwar nicht allzu genau sein (ob ein Wobbler jetzt 5 oder 7 cm hat ist egal), aber der Unterschied zwischen 5 und 9 cm macht sich sicherlich bemerkbar. Wenn du glaubst, dass dein Köder die falsche Größe hat, probiere einen, der entweder halb oder doppelt so groß ist.

3) Der Typ. Ist dein Köder nicht sein Typ, lässt ihn der Fisch links liegen. Wie sich dein Köder im Wasser bewegt und welche Druckwellen er aussendet, entscheidet darüber, ob sich ein Fisch zu ihm hingezogen fühlt oder nicht. Ähnlich wie in der Menschenwelt lässt sich hierzu kaum eine sinnvolle Regel aufstellen, welcher Typ wo gut ankommt. Tatsache ist nur, dass manchmal der eine oder andere Typ deutlich mehr Erfolg hat.

4) Die Farbe. Die Bedeutung der Farbe wird zwar meist überschätzt, dennoch ist sie nicht ganz unwichtig. Oft hat man mit natürlichen Farben mehr Erfolg und besonders mit silbrigen Farben liegt man selten falsch. In sehr trüben Gewässern sollte man jedoch etwas poppigere Varianten benutzen, obwohl ich festgestellt habe, dass hier ein klares Weiß oder Schwarz genauso gut funktionieren. Glitzernde Reflexfolien und ein deutlich sichtbares Auge bringen auch oft einen besseren Fang. Im Grunde ist es jedoch oft ziemlich egal, welche Farbe man nimmt, solange man die Fische damit nicht erschreckt (aufpassen bei Orange!).

5) Die Form. Die Form des Köders scheint wenig entscheidend, sie sollte lediglich ein natürliches Vorbild imitieren. Hier ähneln sich die meisten Köder aber sowieso, also machen nur extreme Abweichungen einen wirklichen Unterschied.

Trübes Wasser ist kein Grund zum Trübsal blasen ...

Unsere einheimischen Gewässer enthalten viele organische Partikel, wodurch es bei der Lichteinstrahlung zu einer Filterwirkung unter der Wasseroberfläche kommt. Das bedeutet, dass manche Farben absorbiert werden, während andere sehr gut zur Geltung kommen. In einem grünlichen See, zum Beispiel, fällt ein grünlicher Köder besonders auf. Gelb und Rot wären auch noch gut sichtbar.

Konventionelle Farben gehen unter, jedoch kann man Fluor/UV-Köder benutzen, wenn das Wasser besonders wenig Licht durchlässt (bei Dämmerung, Tiefe oder starker Trübung). Die Faustregel: Je trüber das Wasser und je tiefer der Köder geführt wird, desto auffälliger darf die Farbe sein.

Noch Fragen? Das Team von CATCH THE FISH hilft gerne bei der Auswahl der passenden Angelgeräte und Köder.

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